home
calendar
data
music
visuals
---------------------

KRITIKENSPIEGEL KAZ 2008
Auszüge aus der Berichterstattung ausgewählter KAZ-Aufführungen in der Reihenfolge ihrer Premierentermine
(Stand: 14.8.2008)

PARADISE LOST - EXIT EDEN
Premiere am 7.8.2008

APA Austria Presseagentur, Wien
Angeregt von Miltons Gedicht "Paradise Lost" und William Blakes "Songs of Innocence" haben Rose Breuss als Choreographin und Hannes Löschel als Komponist mit "Paradise Lost - Exit Eden" ein dichtes Geflecht aus Bewegung, Text und Musik geschaffen, das beim Zuschauer viele Assoziationen zu wecken vermag.
(...)
...eine abwechslungsreiche, spannungsgeladene Landschaft aus Bewegung und Musik, die sich dem Besucher auch ohne Kenntnis der Vorgeschichte vermittelte. Beeindruckend war die scheinbar mühelos gelingende Koordination zwischen Musikern und Tänzern, für den Zuschauer entstand so trotz der Weite des Bühnenraumes ein Erlebnis aus einem Guss. Das Publikum honorierte das Stück mit langanhaltendem Applaus. Die Rosen, die zum Ende der Weltpremiere an die Mitwirkenden verteilt wurden, waren hochverdient.

Südkurier, Konstanz
Aus der Verschränkung von neuer Musik, avanciertem Jazz, Klangexperiment, elektronischen und Text-Zuspielungen sowie Songs zieht der rund 80-minütige Abend nicht nur eine große Abwechslung, sondern gelangt in Verbindung mit dem Tanz zu einer Stimmigkeit, wie man sie nur selten erleben darf. Musik, Bewegung und Text erleben eine geradezu idealtypische Verschmelzung zum Gesamtkunstwerk.
(...)
Von anmutig bis zerquält, von ausgelassen bis verklemmt reicht das Vokabular menschlicher Regungen, das die acht Tänzer und Tänzerinnen mit bewundernswerter Hingabe zum Ausdruck bringen.

Frankfurter Neue Presse
Auf Milton und Blake stützten Komponist Hannes Löschel und Choreografin Rose Breuss ihre Musik- und Tanzproduktion "Paradise Lost - Exit Eden", die als Koproduktion mit dem Wiener Tanzquartier nun in der Bregenzer "Werkstatt" viel Beifall fand. Denn die "Sprache" von vier Tanzpaaren, mit aus der Körpermitte mal sanft, mal drastisch entwickelten Bewegungen, ist mit intensiver Bodenhaftung und Ausdruckstanzelementen so individuell interpretierbar, wie die von 12 Instrumenten intonierten Gefühlswallungen und die Sündenfall-Thematik.
(...)
Was immer man sieht und hört, ob solistisch, in losen Gruppen oder im Gleichklang präsentiert, läuft auf die bewegende "Suche nach dem Paradies im eigenen Ich oder in der Partnerschaft" hinaus.
(...)
Die pastelligen Kostüme von Monica Gross trugen viel dazu bei, diese Produktion (...) zu einem Gewinnn für die Zuschauer zu machen.

Vorarlberger Nachrichten, Schwarzach
„Paradise Lost – Exit Eden“, die neue Kooperation mit der aus Vorarlberg stammenden Choreographin und Institutsdirektorin Rose Breuss, erreichte als kompaktes Tanz-, Musik- und Sprechtheater bei der gestrigen Uraufführung im Rahmen der Bregenzer Festspiele hohe Bühnenwirksamkeit.
(...)
(...) Allesamt beherrschen sie die hohe Kunst der fließenden Bewegung. Viel Sinn für die Raum-Klang-Wirkung hat das an allen Instrumenten bestens besetzte Ensemble Plus. Wie man aufgeteilt im großen Bühnenraum derart exakt aufeinander hört bzw. gemeinsam atmet, das mache dem an sich bunt gemischten Ensemble erst einmal jemand nach. Viel Applaus für diese paradiesischen Zustände.

ORF Vorarlberg, Dornbirn
Der Satan klingt ein bisschen nach Pink Floyd. Die Klangpalette des Komponisten Hannes Löschel ist breit. Und in den Songs nach Texten von William Blake schleicht sich Popkultur ein. Johnny Cash gibt deutliche Lebenssignale.
(...)
Rose Breuss entwickelt mit ihren jeweils vier Evas und Adams eine sehr eigenwillige Bewegungssprache mit Elementen von Ballet, Ausdruckstanz und neuen körpersprachlichen Formen. Gefühlvoll, farbig und auch für den verständlich, der Miltons Text nicht kennt, nur die eigene Suche nach dem Paradies.

Straubinger Tagblatt
Die raffinierte Gegenüberstellung von einer rockig agierenden Rhythmusgruppe mit Schlagzeug, Kontrabass, E-Gitarre und Orgelpositiv beziehungsweise E-Piano auf der einen und dem klassischen "Ensemble Plus" mit traditionellen Streichern und Bläsern auf der anderen Seite sowie die stilistisch breite Mischung aus Kantabilem und Experimentellem konnten sich hören lassen.

Großes Lob gebührt der achtköpfigen Tanz-Compagnie für die bis in die Fingerspitzen professionelle und ausdrucksstarke Umsetzung der Choreografie, aber auch allen Musikern. (...)
So hat die Musik den stürmischen Applaus im Rahmen dieser Uraufführung auf der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses ohne Abstrich verdient. Selbiges gilt auch für alle Bühnenakteure.

Neue Vorarlberger Tageszeitung, Schwarzach
So erlebt man in stets faszinierenden eineinhalb Stunden die fließenden Bewegungsabläufe wunderbar geschmeidiger Körper, erlebt Spannungsachsen zwischen den Tänzerinnen, Gleichklang und Vielschichtigkeit, ohne ein typisch männliches und weibliches Bewegungsrepertoire.
(...)
Die Musik von Hannes Löschel taucht dazu in die verschiedensten Klangwelten ein. Vom nahezu tonalen Bläserchoral übers Psalmodieren, über singuläre Klangereignisse bis hin zu fetzigem Pop lässt er den Gedanken aufblitzen, ob nicht auch die Dur-Moll-Harmonik ein verlorenes Paradies ist.
(...)
So fügt sich ein Gesamtkunstwerk aus Klängen, Bewegungen und dem Wort, dem das Publikum auf der Werkstattbühne Bregenz lange applaudierte.

Back to Top

----------------------

zurück