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Salzburger Nachrichten vom Sa 8.2.1997

Triomusik II: While you wait
Offenbar eine gute Saison für Trios mit geheimnisvollen Namen. Neben „Comfort of Madness" machen seit kurzem „While you wait" auf sich aufmerksam. Auch diese Band stammt aus Österreich. Und auch hier treffen unterschiedliche Naturen aufeinander. Keyborder und Pianist Hannes Löschel beschäftigte sich lange mit der Interpretation notierter Musik. 1991 wechselte er ins improvisierende Lager. Saxophonist Martin Zrost ist von den turbulenten Querfeldein-Fahrten mit „Ohmnibus" noch in guter Erinnerung. Schlagzeuger Paul Skrepek jr. sammelte einige Jahre Jazzerfahrungen in der Wiener Szene, bevor er sich ab 1990 als Konstrukteur von Klangmaschinen bewährte. 1995 endlich kreuzten sich die Wege. Kurz darauf entstand im vergangenen Juni ihre gemeinsame. Studioarbeit „While you wait" (Extraplatte 273-2). Was ist zu erwarten? Eine vergnügliche, kurzweilig arrangierte, ausgesprochen musikantisch dargebotene Collage bekannter Jazzvokabel. Vorsicht ist geboten: Eine besondere Spezialität ist es, sentimentale Stimmungen solange vorzutäuschen, bis einen, wie vom Gewitter überrascht, der Blitz des nächsten Breaks trifft.
„While you wait" werden demnächst beim Jazz-im-Theater-Festival in Salzburg zu hören sein.
Wolfgang Gratzer

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